CNV News-Podcast

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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00:00:00: Herzlich Willkommen zum CNV News Podcast der Kuchshafener Nachrichten und Niederelbezeitung.

00:00:06: In einer täglichen Zusammenfassung erhalten Sie von Montag bis Samstag die wichtigsten Nachrichten in einem kompakten Format, von sechs bis acht Minuten Länge am Mikrofon Dieter Büge.

00:00:18: Wünschen sie mehr Nachrichten aus dem Landkreis Kuchschafen dann legen sie doch ganz einfach cnv-medien.de als ihre bevorzugte Quelle im Internet fest.

00:00:27: Donnerstag Achter Oktober, zwei Tausend sechsundzwanzig.

00:00:32: Jugendliche vermisst.

00:00:33: Polizei startet Suchaufruf.

00:00:36: Sechzehnjährige aus Gestland verschwunden.

00:00:39: In Gestland wird eine sechzehniere Jugendliche vermist.

00:00:42: die Polizei hat eine Öffentlichkeitsverordnung gestartet da das Mädchen seit einiger Zeit nicht mehr bei ihrem Vormund erschienen ist.

00:00:49: Hinweise werden gesucht.

00:00:52: Die Polizei hat eine Öffentlichkeitsfahndung nach der sechzehnjährigen Kitty Esther Orgovan aus Langenstadt-Geslang gestartet.

00:00:59: Das Mädchen werde bereits seit einiger Zeit vermisst, teilte die Polizeieinspektion Cuxhaven am Mittwoch, siebter Oktober, zwei Tausendsechs und zwanzig mit.

00:01:08: Mit einem Foto, das Sie unter cnv-medien.de slash Landkreis Minus Cuxhavn sehen sucht die Polizei nach der Sechzehnhierigen Kitty.

00:01:17: Nach Angaben der Polizei ist Kitty Esther Orgovan etwa ein Meter Sechzig Großschlank unter dunkle schulterlange Haare.

00:01:24: Welche Kleidung sie aktuell trägt, sei nicht bekannt!

00:01:28: Die Jugendliche stehe unter Vormundschaft des Jugendamtes und habe sich zuletzt regelmäßig bei ihrem Vormunt gemeldet.

00:01:35: Diese Rückmeldungen seien nun ausgeblieben.

00:01:38: Wer den Aufenthaltsort der Sechzehnjährigen-Cantor dahinweise geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Gestland unter ... Ich wiederhole … Auto übersehen.

00:01:56: Unfall beim Abbiegen auf der B-II-III in Hermor, zwei Menschen verletzt.

00:02:01: Auf der B‑II-II in Hermore erignete sich am Dienstagabend ein schwerer Unfall.

00:02:07: Eine siebenundfünfzigjährige Fahrerin übersah beim Abwiegen eine entgegenkommende Autofahrerin.

00:02:13: Eine siebenundfünfzigjährige Frau aus Bülkauer wollte mit ihrem Wagen von der Schützenstraße auf die B-IIII abbiegen.

00:02:20: Dabei übersah sie aus bislang unbekannten Gründen eine zweiundfünftig jährige Autofahrerin aus Hämmer, die auf der B-IIIII in Richtung Stade unterwegs war.

00:02:30: Bei dem Zusammenstoß wurde die Zwei und Fünfzigjährige schwer verletzt.

00:02:33: ihre neunzehn Jahre alte Beifahrerinnen erlebt leichte Verletzungen.

00:02:37: beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

00:02:40: Das Auto der siebenfünfzigjährigen Unfallverursacherin war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

00:02:46: Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa fünfzehntausend Euro.

00:02:51: Darum wurde Neuhaus Oste keine Hugenotten.

00:02:54: Hochburg, von Wiebke Kramp.

00:02:57: Neu Haus an der Oste hätte fast eine Hochburg der Hugenoten werden können doch fehlende Ressourcen und Perspektiven führten zum Scheitern.

00:03:06: Die Geschichte von Migration und Arbeitswanderung im Elbe-Weser-Raum zeigt Dr.

00:03:11: Horst Rösler lebendig auf, Neuhaus wäre fast zu einer Hochburg von Hugenotten geworden.

00:03:16: aber das Projekt scheiterte – sogenannte Hollandgänger waren Saisonarbeiter die ähnlich wie heute osteuropäische Obstflücker zeitweise in der Landwirtschaft ihr Brot hart in den Niederlanden verdient.

00:03:28: Die Schicksale der kleinen Leute aus der Unterschicht sind es, die Horst.

00:03:33: Vertreibung aus der Heimat oder Wanderbewegungen finden in der Sozialgeschichte des Elbeweserraums tiefe Verankerungen.

00:03:40: Der Historiker, der schon lange zu der Thematik Migration und Arbeitswanderung forscht, kennt die unterschiedlichen Gründe – meist war es der Wunsch nach besserem Fortkommen und das Fliehen vor wirtschaftlichem Problemen.

00:03:54: In einem Vortrag in der Stadtschreune beleuchtete der Historiker verschiedene Facetten.

00:03:59: So wäre Neuhaus Oste fast zu einer Hugenottenkolonie geworden.

00:04:03: Hugenoten waren kalvinistische Religionsflüchtlinge aus Frankreich, den dort im sechzehnten und siebzehn Jahrhundert gewaltsame Konfessionalisierungen drohten.

00:04:12: Religion galt als Staatstreue und versichweigerte zum Katholizismus zu konvertieren – dem blieb nur die Auswanderung auch ins damals schwedische Herzogthum Bremen-Ferden.

00:04:24: An der Wesa, im Bereich Lehemündung dem Gebiet des heutigen Bremerhafens, wollte die schwedischen Krone nach sixteenhundertachtundvierzig eine Festungsstadt und Handelszentrum aufbauen mit angeworbenen Lutteranern, Kalvinisten aber auch Katholiken und Juden.

00:04:39: Aber der Aufbau einer neuen Stadt überstieg doch die Möglichkeiten.

00:04:43: Die gezielte Anwerbung von Huguenotten im späten siebzehnten Jahrhundert blieb bestehen und man benötigte ein Ort, um sie anzusiedeln.

00:04:52: Die Wahl fiel auf den Flecken Neuhaus, der damals nicht unbedeutend war und auf dem Wasserweg über eine gute Anbindung zum Beispiel nach Hamburg verfügte.

00:05:02: thirty-fünf Familien siedelten sich zunächst auch in Neuhaus und Umgebung an aber Magels Wohnraums wirtschaftlicher Perspektiven und fehlender königlicher Privilegien scheiterte der Plan, die meisten Flüchtlinge zogen weiter.

00:05:17: Ein anderes Kapitel waren die sogenannten Holland-Gänger.

00:05:20: Ab dem siebzehnten Jahrhundert war es wirtschaftliche Not, wie die Männer buchstäblich bewegte aus dem Elbe Weserraum als landwirtschaftliche Saisonkräfte in die Niederlande zu gehen.

00:05:31: Sie verließen im Frühjahr ihre Heimatdörfer und herrten im Spätsommer in ihre Heimadörfer zurück.

00:05:37: In den Niederlanden schufteten sie im Akkord vornehmlich als Grasmäher bzw.

00:05:42: in der Moor-Kultivierung.

00:05:44: Sessionale Wanderarbeiter waren, im gesamten neunzehnten Jahrhundert die Ziegler aus dem lippischen Land, die sich das Spezialwissen der Ziegelmacherei angeeignet hatten und im Elbe Weser Gebiet als Saisonkräfte dienten.

00:05:56: Die Mannschaften blieben größtenteils unter sich und kehrten nach Ende der Beschäftigung wieder in ihre Heimat zurück.

00:06:04: Auswanderer anderer Art hingegen waren die Zuckerbecker in London, sie arbeiteten in den Zuckeraffinerien der britischen Hauptstadt.

00:06:12: auch hier war es bei den Söhnen von Kleinbauern oder Häuslingen die drohende Mittellosigkeit die sie nach London zog.

00:06:19: Es handelte sich dabei meist um Auswanderung.

00:06:22: Im achtzehnt und neunzehnten Jahrhundert gab es die große Bewegung von Arbeitswanderern nach London.

00:06:27: Viele kamen aus dem Elbe Weserdreik, sie zogen über ihre soziale Netzwerke gleichgesinnte nach.

00:06:34: Das dortige Zentrum der Zuckerindustrie lockte mit guten Löhnen vor allem junge Männer.

00:06:40: Viele der Arbeiter und Handwerker stammten aus Norddeutschland, das Viertel im East End erhielt wegen seiner starken deutschen Prägung den Spitznamen Little Germany.

00:06:50: Neben Arbeitern ließen sich auch deutsche Bäckermetzke und Gastwirtinieder – es gab eine deutsche Kirche mit angeschlossener Schule.

00:06:58: Achtzehnhundertsechzig waren von Tausendvierhundertfünfzig Personen, die als Zuckerbecker beschäftigt waren.

00:07:03: Fünfundachtzig Prozent aus Deutschland.

00:07:06: Größer werdende Bedeutung gewann ab Achtsehundertdreißig die Auswanderungen in den USA.

00:07:11: Menschen aus dem Elbe-Weserdrei-Eck nutzten die Häfen von Bremen, Cuxhaven und Bremerhaven als naheliegenden Ausgangspunkt für die Weite Reise über den Atlantik, in den Städten lockten vielfältige Erwerbsmöglichkeiten und auf dem Land günstiger Grunderwerb zum Beispiel im mittleren Westen.

00:07:29: Auch hier kam es wie schon zu vorhin London zur sogenannten Kettenwanderung.

00:07:34: die Auswanderer schrieben nach Hause und boten Ausreisewilligen der Heimat ihre Unterstützung an Und auch unverheirateten Frauen eröffneten sie Chancen zum Beispiel als Dienstmädchen Anstellung zu finden.

00:07:47: Es gab deutsche Communities auf dem Land aber auch in New York selbst, wo in Little Germany in Manhattan, Die Auswanderer aus Norddeutschland pflegten, ihr gesellschaftliches Leben in Geselligkeit und Unterstützungsverein.

00:08:04: Solche landmannschaftliche Netze seien auch heute bei Migranten hochaktuell schlug größer die Brücke in die Gegenwart.

00:08:11: Die Veranstaltung des Kreisarchivs als Teil der Reihe Demokratie- und Erinnerungskultur des Landkreises Cuxhaven zeigte auf, dass das Thema Vertreibungen, Flucht und Wanderbewegungen können aktuelles Phänomen beschreibt, sondern historische Wurzeln

00:08:25: hat.".

00:08:26: Wie Fachpreisleiterin Julia Kunt darstellte, gab und gibt es eben viele Gründe von Arbeitssuche bis Hoffnung auf bessere Bedingungen.

00:08:35: Warum Menschen in der Fremde leben?

Über diesen Podcast

Die lokalen Nachrichten der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung aus Cuxhaven und den gesamten Landkreis Cuxhaven. Jetzt auch hörbar im CNV-Medien-Podcast.

von und mit Cuxhaven-Niederelbe-Verlagsgesellschaft

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