Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
00:00:00: Herzlich Willkommen zum CNV News Podcast der Kupfshafener Nachrichten und Niederelbe-Zeitung.
00:00:06: In einer täglichen Zusammenfassung erhalten sie von Montag bis Samstag die wichtigsten Nachrichten in einem kompakten Format, von sechs bis acht Minuten Länge.
00:00:15: Amt Mikrofon Dieter Büge.
00:00:18: Sonnamt, Fünfter September, zwei tausendsechsundzwanzig Ostener Igeljäger im Amtsgericht Otterndorf schuldig gesprochen Von Wiebke Kramp.
00:00:29: Dieser Vorfall schlug im November twenty-fünfundzwanzig wie hier bereits berichtet hohe Wellen.
00:00:35: Zwei Bremerhavener wurden in Osten beim illegalen Fangen von Igeln erwischt, das führte zu einem Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht Otterndorf und einem Schuldspruch.
00:00:46: Es war ein kurioser Vorfall, der für großes überregionales Medienächer sorgte.
00:00:51: Am zehnten November zweitausendfünfundzwanzig kontrollierten Polizeibeamten in Osten zwei Bremer Hafenauin einem Kleintransporter die zuvor lebende Igel gefangen hatten.
00:01:02: Einen der Igel hatten sie kurz vor der Kontrolle weggeworfen.
00:01:05: Ein Tier befand sich in der Kühltasche.
00:01:08: Bereits in den Monaten zuvor waren laut Polizei Mehrfachhinweise auf Igeljäger eingegangen Und der Tat in Osten waren Zeugenhinweise vorausgegangen.
00:01:18: Offensichtlich wurde im Kreiskogshafen gezielt, Jagd auf Igel gemacht um diese später zu essen.
00:01:25: Das hatten Zeugen unserem Medienhaus berichtet.
00:01:28: am Ostedeich und dem Außendeich zwischen Osten- und Großenwörden soll nach Beobachtungen von Einheimischen schon seit Jahrzehnten vor allem Anfang November gezielt den streng unter Naturschutz stehenden Tieren nachgestellt werden.
00:01:42: Zu diesem Zeitpunkt begeben sie sich bevorzugt in ihre Winterquartiere.
00:01:47: Immer wieder waren vor Ort Männer mit Körben aufgefallen, die mit Stöcken die Laubhaufen auffüllten unter denen die kleinen Tiere im Herbst Schutz suchen.
00:01:56: Unklar bleibt jedoch auch nach dem erfolgten Gerichtsverfahren zu welchem Zweck die beiden Männerjagd auf die streng naturschutzrechtlich geschützten Igel gemacht haben.
00:02:06: Ob der anschließende Verzehr geplant war, wie gemutmaßt wurde, bleibt weiterhin im Raum stehen.
00:02:12: Klarheit herrscht aber darüber, dass die beiden Bremerhafner geständig eingeräumt haben, die lebenden Igel aus der freien Natur entnommen zu haben – einzig ihre Motivation bleibt im Dunkeln, denn sie war nicht Gegenstand der öffentlichen Verhandlung!
00:02:28: Vor dem Amtsgericht kam die fünfzigjährigen Männer wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz mit einem blauen Auge davon.
00:02:36: Beide Arbeitslosen erhielten eine Verwarnung mit Strafvorbehalt, darunter versteht man juristisch ein Schuldspruch bei dem die Geldstrafe vorerst auf Bewährung ausgesetzt wird – in diesem Fall erhalten sie ein Jahr auf Bewährung indem Sie sich straffrei führen müssen und sonst werden dreißig Tagessätze a-fünfzehn Euro fällig.
00:02:56: Davon unabhängig müssen beide fünfhundert Euro in monatlichen Raten an die gemeinnützige Schleuse-EV zahlen.
00:03:03: Nur einer der beiden Beschuldigten war im Ottondorfer Gerichtssaal mit seinem Verteidiger anwesend, der zweite Angeklagte war erkrankt aber sein Anwalt zugegen.
00:03:13: Es gab über den Schuldspruch eine Verständigung zwischen Richterin Staatsanwaltschaft und Verteiligung so dass es weder zur Erörterung der Vorwürfe oder zu einer Zeugenbefragung kamen.
00:03:24: Beiden angeklagt wurde zugute gehalten, dass sie ihre Tat eingeräumt und keine Vorstrafen hatten.
00:03:31: White Power-Geste.
00:03:33: Kuxhafner CDU-Kandidat erklärt Handzeichen.
00:03:36: auf altem Foto von Christian Mangels Ein CDU-kandidat für den Kuxhafner Stadtrat ist auf einem Gruppenfoto mit Deutschlandflage und auffälligen Handzeichern zu sehen.
00:03:48: Eine Experte erkennt mögliche Bezüge zur rechtsextremen Symbolwelten.
00:03:52: Auch die CDU äußert sich.
00:03:54: Es ist dunkel.
00:03:55: Im Schein einer starken Lampe steht eine größere Gruppe junger Männer dicht gedrängt am Rand eines Waldstücks.
00:04:02: Einige tragen Kapuzen, andere Mützen – manche haben Teile ihres Gesichts verdeckt!
00:04:08: Vor ihnen spannt sich eine große Deutschlandflagge fast über die gesamte Breite des Fotos.
00:04:13: Mehrere Männer formen mit Daumen und zeigen Finger ein Kreis und strecken die übrigen drei Finger ab.
00:04:19: Andere zeigen eine Geste mit ausgestrecktem Zeige und kleinem Finger.
00:04:24: Über der Aufnahme, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde ist als Musik Happy Nation von Ace of Bays eingeblendet.
00:04:32: Unter den Männern auf dem Foto ist nach Information unseres Medienhauses auch ein CDU-Kandidat für den Rat der Stadt Cuxhaven.
00:04:40: Sein Name ist der CNNZ Redaktion Bekannt.
00:04:43: Entstanden sein soll das Foto vor etwa zwei Jahren.
00:04:47: Fragen wirft die Aufnahme v.a.
00:04:49: wegen der gezeigten Handzeichenau.
00:04:51: Einige von ihnen können abhängig vom jeweiligen Kontext rechtsextrem interpretiert werden, Die CNNZ-Redaktion hat daher sowohl den Kandidaten als auch die Cuxhavener CDU mit dem Foto konfrontiert und einen Rechtsextrimismusforscher um eine Bewertung gebeten.
00:05:09: Ralf Frankenberger vom Institut für Rechtsextremismusforschung, kurz IREX an der Universität Tübingen erkennt auf dem Bild mehrere Gesten die aus seiner Sicht zumindest auch Bezüge zur rechtsextremen Symbolwelt namen können.
00:05:23: Die drei ausgestreckten Finger könnten dabei als W- Daumen und Zeigefinger zusammen mit dem Unterarm als P gelesen werden.
00:05:31: in diesem Zusammenhang steht das Zeichen für die Vorstellung einer angeblichen Überlegenheit weißer Menschen.
00:05:37: Auch alle Zweite auf dem Foto erkennbarer Geste sei doppeldeutig, erklärt Frankenberger.
00:05:42: Dabei werden Mittel und Ringfinger an den Daumen gelegt, während Zeige- und Kleinerfinger abgespreizt bleiben.
00:05:49: Vielen seit dieses Handzeichen als Schweigefuchs bekannt.
00:05:52: im Kontext des türkischen Rechtsextremismus werde eine entsprechende GST doch mit den grauen Wölfen in Verbindung
00:05:59: gebracht.".
00:06:00: Bei zwei Personen im Hintergrund hält Frankenberger es zudem für möglich, dass sie den Hitlergruß zeigen.
00:06:06: Das sei auf dem Foto allerdings nicht eindeutig zu erkennen, schränkt der Wissenschaftler ausdrücklich ein.
00:06:12: Anscheinend ist für Frankenberger deshalb weniger ein einzelnes Handzeichen als die Gesamtkomposition der
00:06:19: Aufnahme.".
00:06:19: auffällig sei, dass – soweit auf dem Bild erkennbar – nahezu alle Personen Gesten zeigten die zwar jeweils mehr deutlich sein, zugleich aber auch eine Bedeutung im extrem rechten Kontext haben könnten.
00:06:31: Hinzu kämen die nächtliche Szenerie im Wald, die Gruppe Jünger, heils vermummter Männer und die große Deutschlandflagge.
00:06:39: Immer wieder wird bei Neonazi Demonstrationen hier vor einer Reichsflage mit den Händen das Symbol namens White Power gezeigt.
00:06:46: Eine solche Bildsprache ist nach Frankenberger Einschätzung in jungen, extrem rechten Milieus inzwischen häufiger zu beobachten und hat dort beinahe den Charakter eines Stilmittels.
00:06:57: Auch die Verwendung des Songs Happy Nation von Ace of Bays passe aus seiner Sicht in dieses Muster.
00:07:04: Aus einzelnen Gesten allein lasse sich damit keine eindeutige politische Einordnung der abgebildeten Personen ableiten.
00:07:11: In der Zusammenschau der verschiedenen Elemente kommt der Politologe und Rechtsextremismusforscher jedoch zu dem Schluss, dass alles zusammenlegt zumindest nah, das es sich um einen extrem rechten Kontext handeln könnte.
00:07:24: Von CNV Medien mit der Aufnahme konfrontiert, erklärt der CDU-Kandidat mit seiner GSD WEDA eine rechtsextreme noch eine rassistische Botschaft verbunden zu haben.
00:07:34: Das von ihm gezeigte Handzeichen, das je nach Kontext auch als White Power Symbol gelesen werden kann.
00:07:41: Aber für ihn diese Bedeutung nicht gehabt erklärt er auf Anfrage von CNV Medien Eine entsprechende Gesinnung entsprechen nichts seiner Haltung.
00:07:49: Zugleich sei ihm bewusst dass die Geste aufgrund ihrer Verwendungen in rechtsextrem Zusammenhängen missverstanden werden könne.
00:07:56: Aus heutiger Sicht würde ich eine solche Pose deshalb vermeiden, sagt er.
00:08:01: Auch der CDU-Stadtverband Cuxhaven kennt das Foto inzwischen.
00:08:04: Die Partei findet für die Handbewegung deutliche Worte – die auf dem Foto gezeigte Geste sei unangemessen und vor dem Hintergrund ihrer Verwendungen in rechtsextremen Kreisen nicht akzeptabel.
00:08:16: teilt Christoph Frauenpreis, Vorsitzender des CDU Stadtverbands
00:08:20: mit.".
00:08:21: Der Kandidat habe gegenüber der CDU erklärt, keinerlei politische oder rechtsextreme Aussage beabsichtigt zu haben und sich der Bedeutung der Geste damals nicht in vollem Umfang bewusst gewesen zu sein.
00:08:33: Nach Angaben der Partei war der Vorfall bereits während seiner Schulzeitthema und sei seinerzeit von der Schule abschließend beurteilt worden.
00:08:41: Konsequenzen für seine Kandidatur zur Kommunalwahl am threizehnten September, die CDU Daraus nicht ziehen.
00:08:49: Der Stadtverband hält die Erklärung des Kandidaten verklaubwürdig – er habe gegenüber Parteimitgliedern und bei Veranstaltungen nie auch nur ansatzweise rechtsextreme Tendenzen gezeigt, heißt es in der Stellungnahme.
00:09:01: Frauenpreis verweist zudem aus sein ehrenamtliches Engagement.
00:09:05: Erkenntnisse darüber, ob andere Personen auf dem Foto Verbindungen in die rechtsextreme Szene hätten oder gehabt hätten, habe der Stadtverband nach eigenen Angaben nicht.
00:09:15: Grundsätzlich erwarte die CDU Kuxhafen von allen Kandidatin und Kandidaten eine klare und unmissverständliche Abgrenzung von Extremismus, Antisemitismus und Rassismus.
00:09:27: So Frauenpreis!
00:09:28: Auf die Frage ob sich sowohl der Kandidat als auch der Stadtverband ausdrücklich von rassistischen und rechtsextremen Bedeutungen des White Power-Zeichens sowie von der Vorstellung einer Überlegenheit weißer Menschen distanzierten antwortete die Partei mit einem eindeutigen Ja.
00:09:45: Stadtcuxhafen testet achtundzwanzig Sirenen beim bundesweiten Warentag.
00:09:50: Das bedeuten die Signale!
00:09:52: Die Stadt Cuxhaven testet am zehnten September, beim bundeshalten Warentage alle achtund zwanzig Syrenen im Stadtgebiet.
00:09:59: ab zehn Uhr.
00:09:59: sieben und fünfzig sind mehrere Wahnsignale zu hören.
00:10:03: auch Durchsagen auf Deutsch und Englisch sind geplant.
00:10:06: Die Stadt erklärt was die Signalen bedeuten.
00:10:09: Naturkatastrophen und Unfälle können unvermittelt eintreten Damit die Bevölkerung im Ernstfall rechtzeitig, jederzeit und wirksam gewarnt werden kann sind funktionierende Warnsysteme wichtig.
00:10:21: Die Stadt Guxhafen beteiligt sich deshalb am bundesweiten Warntag.
00:10:25: Am Donnerstag, zehnte September, werden die achtundzwanzig Sirenen im Stadtgebiet getestet.
00:10:30: Ergänzend kommen in einzelnen Stadtgebieten Sprachdurchsagen auf Deutsch- und Englisch zum Einsatz um die Bedeutung der unterschiedlichen Signale zu verdeutlichen.
00:10:42: der technischen Überprüfung, der Warnsysteme als auch der Information der Bevölkerung.
00:10:48: Der Probealarm beginnt um zehn Uhr sieben und fünfzig.
00:10:50: Zunächst ertönt ein zwölf Sekunden langer Heulton.
00:10:53: Anschließend folgt die Durchsage – dies ist ein Probe-Alarm!
00:10:58: Gegen elf Uhr sind drei Heultöne von jeweils einer Minute dauern zu hören.
00:11:03: Darauf erfolgt die durchsage.
00:11:05: Katastrophenalarm Radio NDR einschalten.
00:11:09: Das Signal bedeutet eine akute Gefahr, beispielsweise durch eine Überflutung oder einen Deichbruch.
00:11:16: Gegen elf uhr fünfundvierzig ertönt für eine Minute ein Dauerton – die anschließende Durchsage lautet Entwarnung, Gefahr vorüber.
00:11:24: Gegen elf uhr siebenund vierzig erfolgt noch einmal ein zwölf Sekunden langer Heulton mit der Durchsagen.
00:11:31: Dies ist ein Probealarm!
00:11:33: Bei einem Holthöne von einer Minute sollen die Menschen zu Hause bleiben und auf Durchsagen im Radio- und Fernsehen achten.
00:11:40: Drei Holthöhne von jeweils einer Minute bedeuten eine akute Gefahr, in diesem Fall sollen die Hinweise der Behörden befolgt werden.
00:11:48: Ein einminütiger Dauertum bedeutet, dass die Gefahr vorüber ist.
00:11:52: Die Stadt weiß daraufhin, das Menschen dennoch den Schadenstellen fernbleiben und keine Einsatzkräfte behindern sollen.
00:11:59: Alle offiziellen Informationen werden zusätzlich über Radiodurchsagen, Lautsprecherfahrzeuge Was die Stadtkuchsharfen der Bevölkerung rät, Telefon oder Handy sollen im Ernstfall nur für Notfälle genutzt werden.
00:12:15: Dadurch sollen die Netze bedringende Rettungsanrufe freigehalten werden.
00:12:20: Die Stadt bittet außerdem darum, Nachbarn sowie ausländische Mitbewohnerinnen und Bewohner über die Bedeutung der Signale zu verständigen.
00:12:27: Unnötige Fahrten durch das Stadtgebiet sollen unterlassen werden, damit die Einsatzkräfte freie Wege haben.
00:12:34: Für Rückfragen hat die Stadt Cuxhaven ein Bürgertelefon unter zero vier sieben zwei eins sieben null null eins sechs Null eingerichtet.
00:12:42: ich wiederhole Sie hörten den Podcast der CNV Medien.
00:12:52: Redaktionsleitung Ulrich Rode Produktion Win Marketing, Agentur für Audio-Produktion.